5. Februar 2015

Discount-Tarife von Mobilfunkriesen

Kaum ein Markt in Deutschland ist so umkämpft wie der Bereich Mobilfunk. Jedes Jahr versuchen Marken aller Art mit günstigen Tarifen Fuß zu fassen und die Kunden an sich zu binden. Besonders bei den Discountern finden die Verbraucher inzwischen faire Preise im Bereich der Verträge und auch beim Prepaid. Dabei ist den wenigsten Verbrauchern klar, dass sie mit den Tarifen vom Discounter oft die Leistungen der großen Marken bekommen.

Immer mehr Angebote vom Discounter verfügbar

Die Einführung von Marken wie BILD Mobil, Aldi Talk oder der neuen Sparte von Mediamarkt sind nur einige Beispiele dafür, wie zahlreich die Möglichkeiten auf dem Markt für Handy- und Datentarife in der heutigen Zeit sind. Allerdings sind diese Dienstleistungen trotz sehr günstiger Preise nicht die Marktführer. Stattdessen findet man diese bei Marken wie Congstar, Fonic oder Otelo. Die meisten Verbraucher haben diese Namen schon einmal gehört, die wenigsten wissen aber, dass sie ebenso gut unter den Namen Telekom, o2 und Vodafone firmieren könnten. Es handelt sich um eigene Discounter-Marken der großen Anbieter für Dienstleistungen im Bereich der Telekommunikation, die auf eine bestimmte Zielgruppe zugeschnitten sind.

Das beste Beispiel ist Congstar von der Telekom. Man versucht ein junges Publikum mit besonders günstigen Verträgen und Prepaid-Angeboten in das eigene Netz zu bringen. Ähnlich ist das Prinzip bei Fonic, während man bei Otelo vor allem auf die Kommunikation und nicht so sehr auf den Datenverbrauch im mobilen Netz achtet. Natürlich nutzen auch andere Angebote die Netze der großen Anbieter. BILD Mobil ist zum Beispiel ein klassischer Ableger aus dem Vodafone-Netz, der auch im Bereich der Surfsticks eine attraktive Leistung anbietet. Bei den genannten Marken stehen aber die Dienstleister selbst dahinter und bieten zusätzliche Leistungen und meist auch bessere Tarife für den täglichen Umgang mit dem Mobilfunknetz an.

Was macht die Tarife vom Discounter so günstig?

Es stellt sich natürlich die berechtigte Frage, warum die Dienstleister nicht einfach bei ihren eigentlichen Marken günstige Konditionen für die Verträge zur Verfügung stellen. Der Grund, warum sie eigene Discount-Marken haben, liegt aber vor allem in den unterschiedlichen Zielgruppen. Bei Congstar richtet man sich zum Beispiel eindeutig auf junge Leute aus. Die normalen Tarife der Telekom im Bereich Mobilfunk sind inzwischen eher auf geschäftliche Nutzung ausgerichtet, wodurch auch ein höheres Kapital verfügbar ist. Bei Congstar gibt es zudem nur eingeschränkten Support: Fast der komplette Service läuft über E-Mail oder das Internet ab, was natürlich Kosten spart. Dadurch können die Preise gesenkt werden.
Es funktioniert ähnlich wie mit den Direktbanken, die meist auch nur günstige Ableger von größeren Banken sind. Da man am Personal und am Service sparen kann, sind günstige Tarife möglich. Außerdem wird sehr viel über Prepaid geregelt. Keine Rechnungen, keine Mahnungen, sondern eine Aufladung durch den Kunden und auch nur dann eine Verfügbarkeit der Leistungen. Die Kunden profitieren davon und mit einem weiteren Ausbau in den Netzen werden vermutlich auch die Discount-Marken der großen Anbieter noch mehr an Bedeutung im Mobilfunk gewinnen.